Deutschland — Wales 2:1, WM-Qualifikation 1989

Mittwoch, 15. November 1989, 60.000 Zuschauer im Müngersdorfer Stadion in Köln, Schiedsrichter Michel Vautrot (FRA)

Deutschland

Bodo Illgner, Stefan Reuter, Guido Buchwald, Andreas Brehme, Klaus Augenthaler, Andreas Möller, Pierre Littbarski, Thomas Häßler, Hans Dorfner, Rudi Völler, Jürgen Klinsmann

Trainer: Franz Beckenbauer

Wales

Neville Southall, David Phillips, Andy Melville, Gavin Maguire, Mark Bowen, Clayton Blackmore, Peter Nicholas, Mark Aizlewood, Dean Saunders, Mark Hughes, Malcolm Allen

Trainer: Terry Yorath

Tore

0:1 Allen (11.)
1:1 Völler (25.)
2:1 Häßler (48.)

Besonderes

Die deutsche Mannschaft stand vor Anstoß unter Druck, denn nur die beiden besten Zweitplatzierten aus den Vierergruppen würden sich für die WM 1990 qualifizieren. Dafür musste ein Sieg gegen Wales her, der Gruppensieg ging an die Niederlande, die man dann später in einem denkwürdigen Achtelfinale bei genau jener WM 1990 auf dem Weg zum dritten Titel eliminierte. Am Ende sah die Tabelle der Zweitplatzierten der Vierergruppen wie folgt aus:

Deutschland 13:3 9:3
England 10:0 9:3
Dänemark 15:6 8:4

Doch die Waliser gingen früh in Führung. 60.000 Fans unterstützten die deutsche Mannschaft nach Kräften. Wenige Tage zuvor war die Mauer gefallen und die Menschen waren im allgemeinen Glückstrubel. Das übertrug sich auch auf die Mannschaft, die rasch durch Rudi Völler ausglich. Doch das Remis hätte im Fall der Fälle immer noch zu wenig sein können. Daher musste noch ein Tor her. Diesen viel umjubelten Siegtreffer erzielte die Mannschaft von Teamchef Franz Beckenbauer dann auch kurz nach der Pause. Gelungen war dies nach einer Kölner Co-Produktion. Pierre Littbarski flankte auf Thomas Häßler, der flach in die kurze Ecke verwandelte. Danach war der Jubel im weiten Rund des alten Müngersdorfer Stadions riesig und die Qualifikation für die Endrunde in Italien war gesichert.

Sehenswert ist die Partie vielleicht weniger aus spielerischen Aspekten, wohl aber bezüglich der enthusiastischen Stimmung im Kölner Stadion. Der Mauerfall hatte wirklich ganz Deutschland in Trance versetzt, dieses Spiel und vor allem dessen Ausgang tat sein Übriges dazu. Das Tor zum 2:1 von Thomas Häßler gegen Wales ist sozusagen ins kollektive deutsche Fußballgedächtnis eingegangen.





Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.