Samstag, 16. Mai 1998, 19.30h, 75.841 Zuschauer im Olympiastadion in Berlin, Schiedsrichter Hartmut Strampe (Handorf).
MSV Duisburg
Thomas Gill, Thomas Vana, Torsten Wohlert, Slobodan Komljenović, Carsten Wolters, Stig Töfting, Michael Zeyer, Tomasz Hajto, Dietmar Hirsch, Uwe Spies, Bachirou Salou (73. Markus Osthoff)
Trainer Friedhelm Funkel
FC Bayern München
Oliver Kahn, Lothar Matthäus, Markus Babbel, Thomas Helmer (34. Thorsten Fink), Mario Basler, Dietmar Hamann, Christian Nerlinger, Michael Tarnat, Bixente Lizarazu (34. Carsten Jancker), Mehmet Scholl (76. Thomas Strunz), Giovane Élber
Trainer Giovanni Trapattoni
Tore
1:0 Salou (20., Spies)
1:1 Babbel (70., Elber)
1:2 Basler (89.)
Gelbe Karten
Jancker, Tarnat
Besondere Vorkommnisse
Der Kicker kommentierte die Leistung von Schiedsrichter Hartmut Strampe wie folgt: „Eine ansonsten gute Leistung, getrübt durch zwei krasse Fehler. Hätte Tarnat Rot zeigen müssen und falsche Abseitsentscheidung bei Spies-Konter.“ Note 4.
Zum Spielverlauf schreibt das Fachmagazin unter dem Titel „Salous Aus war das Ende“: „Das Spiel wäre faktisch dennoch kaum gekippt, wenn Schiedsrichter Strampe kurz vor dem Ausgleich Tarnat die zwingend notwendige Rote Karte gezeigt hätte.“ Michael Tarnat, seines Zeichens selbst ehemaliger MSV-Spieler, hatte Bachirou Salou noch beim Stand von 1:0 für den MSV Duisburg rotwürdig gefoult, ohne dass der Referee einschritt. In Unterzahl, weil Salou bei dieser Aktion verletzt wurde, fiel der Ausgleich. Kurz darauf wurde Salou durch Markus Osthoff ersetzt, der aber nicht gleichwertig für Entlastung oder Gefahr sorgte.
Bei vielen Fans des MSV Duisburg gilt Michael Tarnat seitdem als persona non grata, wobei diese Ehre eigentlich Hartmut Strampe hätte zuteil werden müssen. Derweil haben sich die beiden Akteure, Tarnat und Salou, über dieses Ereignis längst ausgesprochen und versöhnt, sofern es bei den beiden Profis überhaupt etwas zu versöhnen gab.